Das Schocktrauma lässt sich meist auf ein singuläres Ereignis im Leben zurückführen. Es ist vollkommen in sich abgeschlossen.

Entwicklungstrauma hingegen entsteht dem heutigen Wissenstand nicht immer nur durch gravierende oder gewalttätige Einflüsse. Entwicklungstrauma kann auch entstehen, wenn Menschen keine ausreichenden Bindungserfahrungen erleben, sich zu wenig gesehen, emotional gehalten und versorgt fühlen. Werden sie z.B. schreien gelassen kommt es zu Bindungsunterbrechungen, wie bei Krankheit der Eltern oder werden sie ignoriert oder vernachlässigt. All diese Situationen, welche zwar eher im feineren zwischenmenschlichen Bereich liegen, können zur Entstehung von Entwicklungstrauma beitragen und somit eine gravierende Auswirkung auf unser Leben haben.

Entwicklungstrauma nimmt in unsere Zeit einen großen Stellenwert ein. Die Symptome können denen nach einem erlebten Schocktrauma ähneln, nur dass es Betroffenen schwerer fällt sich diese zu erklären. Typisch ist ein Wechsel zwischen einer unangemessenen Übererregung und einer starken Erschöpfung. Der Körper befindet sich auch im „normalen Alltag, in einem stetigen Stresszustand aus dem die meisten weiteren Symptome abzuleiten sind. Schlafstörungen, Gedankenrasen, Innere Unruhe, Überforderungsgefühle, Depressive Phasen, Ängste, Panikattaken, sowie auch ein Gefühl von „neben sich stehen“ oder „in Watte gepackt“ und nicht mehr richtig denken zu können, sind typisch.

Mit Hilfe der Körpertherapie kann man helfen sich aus diesen alten Mustern zu befreien. Beispielsweise die „Somatische Emotionale Integration“ nach Dami Charf. Hier wird sanft die alte, steckengebliebene Anspannung entladen und dem Nervensystem wieder beigebracht natürlicher zu schwingen. Das heißt nach einem angespannten, stressigen Moment auch wieder zügig in die Entspannung zu kommen. Eben dies fällt dem traumatisierten Nervensystemen schwer und gilt es wieder zu erlernen. Diese Arbeit ist lösungsorientiert und bezieht sich sind auf das hier und jetzt, somit müssen die ursprünglichen Erlebnisse nicht erinnert und somit wiedererlebt werden. 

Sollte Dich dieses Thema näher interessieren, hier habe ich kürzlich einen Artikel darüber geschrieben.